Moin zusammen,
schön, dass sich hier inzwischen mehr Leute beteiligen - dachte schon der Thread ist eine Totgeburt
Allerdings muss ich einmal mehr den Bedenkenträger raushängen lassen und meine Einwände vorbringen.
Ob ein Ölkühler sinnvoll ist, kann man meines Erachtens erst entscheiden, wenn der Motor läuft und die Öltemperatur unter Last ermittelt wurde.
Klar, wenn ich vorhätte den Motor bis zum Gehtnichtmehr auszuquetschen, wäre ein Ölkühler angesagt, ist aber nie angesagtes Ziel gewesen.
Ich strebe einen angenehm zu fahrenden Gebrauchsmotor mit Serienverdichtung an und wenn dabei nur 42-43 PS anliegen, soll es mir auch recht sein.
Die angesprochenen 9 PS Mehrleistung halte ich zwar grundsätzlich für machbar, aber nicht alleine durch die Hubraumerweiterung,
das braucht es dann schon noch weitere Modifikationen auf der Ein- und aus Auslassseite.
Bei 42-43 PS und Serienverdichtung mache ich mir um Kupplung, Anlasser und thermische Gesundheit erst einmal keine Gedanken, dass muss man später im Betrieb sehen.
Den Zylinderkopf direkt von einem Ölkühler aus zu füttern finde ich alles andere als praktikabel. Das schließt dann die Verwendung eines Thermostaten aus
und es bleibt ein Motor mit ca. 3 Litern Öl, der mit ständig offenem Ölkühler ewig warm gefahren werden muss, bevor er mal Feuer kriegen kann.
Ich bleibe bei meiner Variante der Ölsteigleitung - Querschnittsverengung kommt anlog der Bohrung im Zylinderfuß in die untere Hohlschraube zum Anschluss der Ölsteigleitung.
Schließt die Verwendung eines Ölkühlers mit Thermostat ja nicht aus.
Ob sich Michaels Chinakolben noch um 1-1,5 mm abdrehen lassen, wäre zu prüfen - bisher hat Michael doch noch gar kein Maß für den Kolbenboden angegeben.
Da der Kolben für seine 77 mm Durchmesser mit 262 Gramm ohnehin schon recht leicht erscheint, wage ich zu bezweifeln, dass der Boden noch viel Reserve zum Abdrehen hat.
Um zumindest etwas auf der sicheren Seite zu sein, sollten schon 4 mm bleiben, gerade auch wenn über Verdichtungen von 11:1 spekuliert wird.
(77 mm x 0,045 = 3,5 mm rechnerisches Mindestmaß für Kolbenbodendicke bei "Normalverdichtung")
Halbkugelbrennraum geht bei der XS eher nicht - die Kerze bzw. das Kerzengewinde endet direkt an der Kante der "Badewanne" (siehe Foto "Anprobe Kopfdichtung").
Sobald man auf der Kerzenseite des Brennraums nacharbeitet, legt man das Kerzengewinde frei.
Ginge theoretisch mit einer kurzen Kerze, aber dafür müsste der Brennraum dann schon wieder sehr groß werden und ob die Wandungsstärken das hergeben ist auch nicht klar.
Wenn ich den Brennraum nacharbeiten sollte, dann nur nach innen, zum Steuerkettenschacht hin und die Außenseite zum Kerzengewinde hin in Ruhe lassen.
Aber da sich eine Platte unter dem Zylinder bei Bernd wohl bewährt hat, werde ich auch erst einmal diesen Weg gehen, auslitern und dann entscheiden wie es weiter geht.
Bitte nicht falsch verstehen - alles nur meine Meinung und mein Vorgehen für meinen angestrebten Motor...
Guten Rutsch, Gruß Kulle