12E - DOHC Überarbeitung und Änderungen

Rund um das gesamte Thema Customizing, Umbauten, Restaurationen und Neufaufbauten...

Moderator: Käfertönni

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Tornax
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12E - DOHC Überarbeitung und Änderungen

Beitrag von Tornax »

Nach langer Zeit wird mein Moped Ende Juni wieder rennen.

Ich habe letztes Jahr, auch bedingt durch den sch..ss Virus mit der weiteren Überarbeitung meines „Glöckchens“ begonnen.
In den zwei Jahren in denen ich gefahren bin hat sie halt einige Schwächen gezeigt, als da wären …

Vergaserinkontinenz, Rumsauen des Tankdeckels, Probleme mit den Lufigummis
Darüber habe ich im Forum schon berichtet

Ich werde in diesem Bericht nach und nach über die einzelnen Bauabschnitte berichten, als da wären …

Austausch der Lenkerarmaturen und des Lenkers
Anfertigung von Bowdenzügen bedingt durch die neuen Armaturen
Überholung Elektrik im Scheinwerfer
Vorderradgabel Überarbeitung
Federbeintausch
Tanksanierung
Neue Reifen und Bremsenüberholung
Beziehen und abpolstern der Sitzbank
Diese Arbeiten sind nun abgeschlossen.

An den Punkten arbeite ich zur Zeit
Neulackierung von Tank, Seitendeckel und Sitzbankhöcker
Probefahrt
Neuer TÜV

Und wenn alles klappt kann ich mich endlich dieses Jahr in Much zum bergischen Treffen sehen lassen. :pilz:
Das war dann ein langer Weg.

Damit das nicht zu langweilig ist für euch zum lesen mache ich zu den einzelnen Abschnitten Unterkapitel auf. :liste2:

Dann sage ich euch auch warum ich das gemacht habe. :lol33:
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Re: 12E - DOHC Überarbeitung und Änderungen

Beitrag von Tornax »

Dann fange ich mal an:

Austausch der Lenkerarmaturen und des Lenkers:

Die Gründe warum ich das geändert haben wollte!

Der Lenker war mir zu schmal. Beim fahren habe ich im Rückspiegel nur meine Ellbogen gesehen.k
Der verbaute Lenker war 680 mm breit und die Lenkerenden waren mir zu gerade
Ich bin halt etwas stämmig gebaut und für einen breiten bergischen Jung ist das niXS.
Ich mag es halt bequem.
Man erkennt zwar sowieso nicht viel in den Rückspiegeln, weil je nach Drehzahlbereich die Vibrationen mehr oder weniger stark sind aber man sieht wenigstens etwas. Ich war die Turnübungen leid um etwas erkennen zu können. :waller_:

Ich habe mir von der Fa. Spiegler einen Tourenlenker besorgt mit 820 mm breite und KBA Zulassung für die 12E.
Ich bin zwar noch nicht gefahren aber die Sitzprobe war schon mal gut.

Hier mal ein Foto von der neuen Front:
image.jpg

Kommen wir zum zweiten Punkt die Lenkerarmaturen:

Optisch waren beide Seiten nicht mehr schön, aber das hat ja weniger mit der Funktion zu tun.
Was mir allerdings regelrecht auf die Nüsse ging war der Blinkerschalter.

Ich habe dünne Motorradhandschuhe und trotzdem fand ich die Mittelstellung nicht oder nur per Zufall
Besonders schlimm war es beim Blinker links. Eine vernünftige Mittelstellung gab es nicht. :waller_: :waller_: :waller_:
Eine Rückstellung gab es nicht oder sie funktionierte nicht.
Also erst mal Ersatz aus der Bucht beschafft, aber das Problem blieb.

Also habe ich mich umgeschaut und erinnerte mich an einen früheren Freund der eine Kawa fuhr und von seinen Armaturen begeistert war.
Ich bin dann im Kleinanzeigen Portal fündig geworden.
Ich habe mir Kawasaki Armaturen beschafft die von 1986 bis 1990 z. Bsp. an der Kawa KLR650 Tengai oder ZXR400 verbaut waren.
Ich habe sie mir für beide Seiten gekauft damit es optisch gleich aussieht.

Sie sind montiert. Über den Anschluss berichte ich in der Elektrik Überarbeitung.
Jedenfalls bin ich von den Armaturen begeistert. Der Blinkerhebel geht automatisch nach Betätigung in die Mittelstellung zurück.
Ein kurzer Druck auf den Hebel und der Blinker ist aus. So soll es sein. :sekt:

Armatur Blinker
image.jpg
Armatur rechts
image.jpg
Ein Problem trat dann leider an der rechten Seite auf. Ich musste mir dann noch die Bremspumpe mit Bremshebel recht von der Kawa besorgen, da der Yamaha Hebel nicht mehr gezogen werden konnte.
Aber das habe ich gelöst bekommen.
AD1F2EAF-9A32-46C4-B75E-683B8AE00C67.jpeg
So demnächst mehr. Ist Arbeit gewesen aber macht auch Spaß. :biglaugh: :biglaugh: :biglaugh:
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Re: 12E - DOHC Überarbeitung und Änderungen

Beitrag von Reimar »

.
Moin,
die Blinkerrückstellung funXSioniert normalerweise recht zuverlässig durch nach-unten-drücken des kleinen Hebels. Es gibt keine Mittelstellung, in die man während der Fahrt schieben kann.
Kann aber sein, dass die Funktion schon dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen ist.
Der Rest der Arbeits-Liste klingt verlockend, bin gespannt, was als nächstes gepostet wird.
VG
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Re: 12E - DOHC Überarbeitung und Änderungen

Beitrag von Tornax »

Hallo Reimar,

Du hast recht, aber bei mir klappte es nicht. Meine XS650 Anfang der 80-er machte es auch so.
Schöner Nebeneffekt der Kawa Armaturen, die Knöpfe sind größer und handlicher.

Die Chokeverstellung ist ebenso handlicher. Ich musste mir hier nur einen Zug für anfertigen.
Ich bin jetzt jedenfalls zufrieden.

Ich komme gerade aus der Garage und habe alle Teile inklusive Tank mit schwarzem Basislack vorlackiert.
Sie soll Candy Red/Black werden. Schauen wir mal ob ich das hinkriege. Wird noch ne Woche dauern.

Sobald ich Lust habe kommt der nächste Artikel. :flag_deu:
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Re: 12E - DOHC Überarbeitung und Änderungen

Beitrag von Tornax »

Da meine mit Basislack versehenen Mopedteile heute trocknen geht der Bericht weiter:

Bowdenzüge erstellen:

Aufgrund der Kawa Armaturen passten die vorhandenen Bowdenzüge nicht mehr.

Da ich das zum ersten Mal gemacht habe, habe ich mir mehrere YouTube Videos zum Thema „Bowdenzug löten“ angeschaut.
Hat dann auch mit etwas Übung gut funXSioniert. Das Material habe ich mir Online bestellt.
Ich habe mir Bowdenzüge mit 2 Meter Länge bestellt , bei denen ein Nippel schon angespritzt war. (Halbe Arbeit :biglaugh: )
Mit unserem kleinen Küchenhelfer zum flambieren bin ich gut zurecht gekommen. :schweiß1_smile:

Armatur links: Der Choke Hebel wird rechts oben betätigt. Siehe Foto weiter oben der Kawa Armatur.

Will man ihn aktivieren muss man ihn zu sich hin ziehen. Da die Kawa Armatur aus Kunststoff ist gibt es zur Einführung des Zuges ein spezielles Kunststoffteil das beim Einbau in Armatur eingelegt werden muss. Dieses Teil ist Bestandteil des Bowdenzuges.
Die Gesamtlänge des Yamaha Zuges passte zwar, aber die Hülle musste dazu gekürzt werden.
Ich habe ihn dann komplett neu aufgebaut da er seltsamerweise innen leicht rostig war??? :think:
Jedenfalls der Einbau und der Test verliefen erfolgreich.

Armatur rechts: Die Gaszugseite war etwas komplexer. Auch hier gab es ein spezielles Einziehteil das am Bowdenzug befestigt werden musste.

Außerdem habe ich etwas getrickst. Der Gasdrehgriff der Kawa Armatur ist eigentlich für zwei Züge vorgesehen zum Öffnen und Schließen der Drosselklappen. Was mir nicht gefiel der Drehgriff war sehr locker und schlabberig in der Armatur und auf dem Lenker.
Aber der Yamaha Drehgriff passte hervorragend.
Also fahre ich jetzt mit einer „YaKawa“ Mischarmatur :biglaugh:

Hier musste ich die Gesamtlänge des Zuges neu einmessen und Die Länge der Bowdenzughülle ermitteln (am lebenden Objekt).
Hat ebenfalls dank der Video Hilfen gut funXSioniert.

Einen Unterschied zu den Yamaha Armaturen gab es noch.
Bei Kawasaki ist ein Ca 3 mm langer Nippel mit 4mm Durchmesser innen eingespritzt, der die Armatur auf dem Lenker fixiert.
Bei den Yamaha Armaturen ist das nicht der Fall da sie Aus Metall sind.
Also musste ich wohl oder Übel den neuen Lenker anbohren. Er ist Gottseidank ein Alulenker mit 4mm Wandstärke.
Deshalb genügte es ein Sackloch zu bohren. Die Position habe ich vorher ermittelt und mit einem Punkt markiert.

Das bohren ist etwas tricky, deshalb habe ich mir eine 22 mm Lenkerschelle genommen in der ich mittig ein Loch zur Führung gebohrt habe.
Das war dann meine Bohrschablone für den Lenker. :idea:

So morgen gehts weiter mit der Elektrik :elektro_smile:
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Re: 12E - DOHC Überarbeitung und Änderungen

Beitrag von Tornax »

Vatertag :zoumzeng: mit Bescheidenem Wetter draußen, also gute Gelegenheit zuschreiben.

Überholung der Elektrik. :elektro_smile:
Aufgabe: Anschließen der Kawa Armaturen. Die Steckverbinder waren natürlich nicht kompatibel.

Bevor ich angefangen habe, suchte ich eine Lösung zum Thema Leitungsverbinder und bin auf eine Lösung der Fa. Steinle gestoßen.
Sie haben sogenannte „Heat shrink Connector“ im Sortiment in 4 verschiedenen Ausführungen, je nach Kabel Querschnitt.
Ich benutzte die Rosa farbenen.

Als Werkzeug brauchte ich eine gute Crimpzange von Knipex und einen Heisluftfön plus Kleinteile.

So sieht die Verbindung aus:
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Im Hintergrund sieht man die Rohrschelle und aufgrund der Platzverhältnisse habe ich links und rechts einen Kabelbaum mit Tyraps gelegt.
Dadurch ging zum allerersten Mal

Es werden erst beide Enden gecrimpt und dann mit einem Heissluftfön der Kunststoff geschrumpft. Das ergibt auch einen prima Knickschutz.
Der Kontakt soll wasserdicht sein,

—————————————————————————————————————————————————
Bei meiner XS400 12E war der Hauptkabelbaum lose. Ich habe ihn mit einer Rohrschelle festgelegt

Ich wollte eigentlich nur die Armaturen anschließen, aber wie sich dann herausstellte waren auch die internen Blinker und Masse Anschlüsse marode. Also habe ich alles überarbeitet, so sieht es fertig aus.
AA804142-F8C6-40F3-A9FF-3C1BB7E94404.jpeg
Im Hintergrund seht ihr die Rohrschelle und links und rechts habe ich einen Kabelstrang fixiert, dadurch konnte ich zum allerersten Mal den Scheinwerfereinsatz montieren ohne das ich Druck ausüben musste. Er flutschte nur so rein.

Mein Moped ist diesen Monat 40 Jahre alt geworden aber wird hoffentlich bald wieder rennen. :popcorn_smile: :pilz:
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Re: 12E - DOHC Überarbeitung und Änderungen

Beitrag von Tornax »

So, weiter gehts!

Erstmal eine Namenskorrektur. Die Verbinder im Kapitel Elektrik stammen von der Firma Steinel, bekannt durch ihre Heißluft Geräte.

Thema heute: Vorderrad Gabel 🏍

Von außen sieht man das einer Maschine nicht an, aber mancher Vorbesitzer hat das Moped ganz schön mies behandelt.

Das Thema habe ich lange nicht gemacht aber mich dann entschlossen es anzugehen. Der eigentliche Anlass waren die Standrohre die genau im Federwegsbereich richtige Rostlöcher hatten sodass der Simmerring nicht dicht hielt. Aber bis dahin reichte ein Lappen.

Eigentlich wollte ich über die Bucht gute gebrauchte Standrohre kaufen aber ich fand nichts😩
Dann fand ich einen Händler der neue Standrohre anbot für alle Marken und jedes Modell, aber nicht für die Alien.
Der wollte auch pro Rohr zwischen 180 - 250€ Ocken dafür haben.
Ich fand dann die Fa. Wissing in Lohmar die die Standrohre neu Hartverchromt und dann auf Maß schleift.
Vorab: Ich habe es machen lassen und nicht bereut. Ist aber nicht ganz billig.

Aber zum Ausbau:
Linke Seite Deckel ab, die Scheibe leicht eingedrückt und den Sicherungsbügel mit Überredung raus gehebelt. Dann flog mir nicht nur die Scheibe raus, sondern auch 4 oder 5 dicke Unterlegscheiben. Aha, also wieder so ein Fahrwerks Spezialist am Werk gewesen dachte ich.

Rechte Seite erwartete ich das gleiche, aber es sollte schlimmer komme.
Erstmal Deckel ab. Dann wollte ich die Scheibe leicht reindrücken um auch hier den Sicherungsbügel rauszuholen, aber das funktionierte nicht.

Die Scheibe ließ sich ums Verrecken nicht dazu bewegen sich Eindrücken zu lassen. Wenn sowas nicht klappt wie es soll gehe ich immer vorsichtig zu Werke. Mit viel WD40 und Überredungskunst konnte ich wenigstens den Sicherungsbügel raus holen. Das hat aber gedauert.
Die Scheibe bewegte sich aber immer noch nicht.
Also Moped vom Ständer Vorderrad Bremse maximal gezogen und dann in mehreren Anläufen die Gabel eingetaucht in der Hoffnung das das Ding rausfliegt. Aber nichts dergleichen geschah, obwohl ich jede Menge WD40 und Kriechoel verballert habe. Nichts regte sich.

Mit einem kräftigen Schraubendreher die Scheibe rundum mit Hammerschlägen bearbeitet, nichts tat sich.
Es blieb mir nichts anderes übrig als mittig ein 8 mm Loch in die Scheibe bohren um irgendwie einen Haken anzusetzen. Das Merkwürdige war als ich das Loch bohrte das ich auf Widerstand stieß. Jedenfalls gelang es mir endlich einen Haken anzusetzen und tatsächlich nach viel Fummelei gelang es mir die Scheibe herauszubekommen. Was ich erwartete war, das nun die Gabelfeder sich entspannt und ein Stück aus dem Standrohr rausschaut. Aber denkste nichts war zu sehen.
Was ich dann erblickte macht mich dann nur fertig, sodass ich den Tag erstmal beendete.
Guckst du hier.

Bild zweite Scheibe
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Ich schaute auf eine zweite Scheibe. Der Vollidiot der das gemacht hat hatte auf der Linken Seite die 4 bis 5 Unterlegscheiben eingesetzt und rechts die Scheibe mit einer zweiten Scheibe reingedengelt. Ich war nur platt und baff. So etwas hatte ich noch nicht gesehen.

Am zweiten Tag habe ich noch einmal versucht durch gewaltsames Einfedern die Scheibe zu lösen, aber das funktionierte nicht. Ich habe dann einen längeren 8 mm Bohrer besorgt und mittig ein Loch gebohrt. Ich wollte es mit dem Haken versuchen, aber das klappte nicht da nun die Gabelfeder von unten dagegen drückte und ich keinen Halt fand.
Letztendlich habe ich dann von einer Bügelsäge drei Metallsägeblätter verballert und die Scheibe von Hand eingesägt. Die Schnitte seht ihr oben auf dem Foto. Ich hatte dann unbewusst Glück das ich bei der Sägeaktion die Gabelfeder um 1 1/2. Windungen durchgesägt habe. Dadurch konnte ich die Scheibe Hochkant stellen.
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Ich hatte immer wieder zwischendurch probiert ob ich mit Schraubendreher und Hammer die Scheibe lösen konnte. Und mit einer gewaltsamen Einfeder Aktion der Vorderradgabel Schoß die Scheibe dann durch die Garage. Ich hatte meinen Kopf in Sicherheit gebracht denn ich rechnete genau damit.
Ich bin dann erstmal duschen gegangen und war fertig für den Tag.

Hier ist der Übeltäter
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Das Öl im rechten Holm war eine grau grün weiße Emulsion. War ja logisch den ein Gabelölwechsel war nach der Konstruktion nicht mehr möglich.
Die Simmerringe der Tauchrohre habe ich mit der Heißwasser Methode leicht Heraushebeln können.
Die Tauchrohre habe ich abgeschmirgelt und dann zum Pulverbeschichten gegeben in Mattschwarz.

Ich habe ihr neue progressive Gabelfedern von Wirth spendiert, neue Simmeringe eingesetzt und Gabelöl 10W spendiert.
Dann gestaltete sich der Zusammenbau recht einfach. Ich blieb von weiteren Überraschungen glücklich verschont
Hier noch mal die Scheibe:

Wie man in Wuppertal so schön sagt „Irgendwat is immer“

Bis zum nächsten Kapitel …
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Re: 12E - DOHC Überarbeitung und Änderungen

Beitrag von Tornax »

Ich habe vorhin ein Häckchen setzen können.

Der Punkt Lackieraktion gerade beendet.

Ich habe gerade mein Lackierprojekt beenden können.

Das ist das Ergebnis. 🏍😀👍
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Seitenteile und andere 😀
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Die Bilder sind um 90 Grad gedreht. Kriege ich leider nicht anders hin.

Vorgehensweise war:

Tank komplett entlackt, Gefüllert und grundiert, Basislack schwarz, Basislack Silber,
Dann Tank abgeklebt und Schriftfolie aufgebracht und mit Schwarzmetalick lackiert.
Die anderen Teile ebenfalls mit Schwarzmetalick teilweise lackiert.

Dann Candy Red/Black lackiert und anschließend mit 2 Klarlack gesprayt.
Für eine Dosenlackierung ganz annehmbar geworden finde ich.

Eine Positive Erfahrung die ich gemacht habe:

Den Basislack, den Candylack und den Klarlack habe ich bei einem Lackshop in Bayern bestellt.
Sie fertigen die Dosen auf Bestellung an. Also immer frische Ware.

Das positive gegenüber der Baumarktware. Die Dosen haben einen viel höheren Druck, als die bekannte Baumarktware.
Man kann die Dosen auch komplett leer sprühen. Sie spratzeln nicht zum Ende hin.
Es bleibt auch tatsächlich kein Lack über. Ich habe zwei Dosen mal geöffnet weil ich es Wissen wollte.

Jetzt muss alles erst mal trocknen. Schönes Wochenende :caipi:
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Re: 12E - DOHC Überarbeitung und Änderungen

Beitrag von Tornax »

Sorry Leute,

Ich ganz aufgeregt. Der Lackglanz kommt.
70DDA94D-CEEF-4426-8CD2-0FE19AD8FC45.jpeg
Macht echt Spaß wenn feddich 🤣🤣🤣 , muss aber noch aufräumen :waller_:


Aber in Verbindung mit der neu bezogenen Sitzbank wird das gut.
Die Sitzbank habe ich vom Polsterer 4 cm abpolstern und einen härteren Schaumstoff als Kern drauf machen lassen.
Die Stufe wanderte ebenso 10 cm nach hinten.
Der alte Schaumstoff zerbröselte schon.
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Es geht vorwärts … :biglaugh:
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Re: 12E - DOHC Überarbeitung und Änderungen

Beitrag von jenscbr184 »

:zoumzeng:
Erstmal auseinander....dann muß es ja wieder zusammen.  :-)

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